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  • lehrveranstaltungen an der folkwang universität der künste essen

  • lehrveranstaltungen an der hochschule für musik und theater rostock

  • lehrveranstaltungen an der philipps-universität marburg

  • lehrveranstaltungen an der westfälischen wilhelms-universität münster

  • gastvorlesungen und -seminare an anderen instituten






lehrveranstaltungen an der folkwang universität der künste essen



Sommersemester 2011:

  • Geschichte, Funktion und Wirkung von Musik und Sound im Film (Seminar): Die Lehrveranstaltung soll wichtige historische Position der Filmmusik von den Anfängen bis zur Gegenwart beleuchten und anhand von Beispielen unterschiedlicher Filmtypen (Stummfilm, Animationsfilm, Musikfilm, Spielfilm, Experimentalfilm) Aufschluss über Funktion und Wirkungsweise der Filmmusik, aber auch der Soundebene geben. Die theoretischen Grundlagen hierfür werden während des Seminars gemeinsam erarbeitet und anschließend durch ausgewählte Analysen vertieft.

  • Audio-Podcast: vom Entwurf zur Produktion (Praxisseminar): Das Seminar befasst sich mit dem Verfertigen von Audio-Podcasts zu ausgewählten Musikwerken. Ausgehend von einer Analyse von Podcasts des Bayerischen Rundfunks werden zunächst Kriterien für die Struktur einer solchen Sendung erarbeitet. Auf der Basis eigenständiger Materialrecherchen werden danach die Texte für die Podcasts erarbeitet und im Plenum besprochen. Am Ende steht die Fertigung der Podcasts von rund 5 bis 7 Minuten Dauer im Tonaufnahmestudio.

Wintersemester 2010/11:

  • Einführung in die Systematische Musikwissenschaft (Seminar): Die Lehrveranstaltung vermittelt einen Überblick über Teilgebiete der Systematischen Musikwissenschaft. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Lektüre und Diskussion zentraler Texte sowie ein vertiefter multiperspektivischer Zugang zu einem im Seminar gewählten Themenbereich.

  • Musik und Alltag (Seminar): Das Seminar befasst sich mit der Frage, auf welche Weise sich Komponisten und Musiker/Performer mit Alltagsrealität im Sinne von alltäglichen Klängen (etwa des städtischen Umfelds) auseinandersetzen und welche ästhetischen Konzepte sich hinter einer solchen Bezugnahme verbergen. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem - aber nicht ausschließlich - Beispiele seit Beginn des 20. Jahrhunderts, die immer auch mit bestimmten Aspekten der jeweils aktuellen Medientechnologie verknüpft sind.

Sommersemester 2010:

  • Zur Entstehungs-, Interpretations- und Rezeptionsgeschichte von Robert Schumanns sinfonischen Werken (Seminar): Gegenstand des Seminars ist zunächst Robert Schumanns sinfonische Konzeption, die in Auseinandersetzung mit der Sinfonik Beethovens und Schuberts geprägt ist. Die Veranstaltung fragt darüber hinaus nach der wechselvollen Interpretations- und Rezeptionsgeschichte der Kompositionen, die von Bearbeitungen (Gustav Mahler) über Kürzungsvorschläge bis hin zu den gegenwärtigen Annäherungen aus dem Bereich der historisch orientierten Aufführungspraxis reicht.

  • Musikkritik in historischer Perspektive (Praxisseminar): Das Seminar befasst sich zunächst mit zentralen historischen Beispielen von Musikkritik vom 18. Jahrhundert bis hin zu den wichtigen Foren der Gegenwart und fragt danach, wie sich die Kriterien im Laufe der Zeit geändert haben. Im praktischen Teil der Veranstaltung werden Übungen zu verschiedenen Genres (Konzert-, CD-, Buchkritik) angefertigt und im Plenum diskutiert. Hierzu sind auch gemeinsame Konzert- und/oder Opernbesuche geplant.

Wintersemester 2009/10:

  • Funktionalisierung von Musik und Klang (Seminar): Auf der Folie einer kritischen Lektüre von Hans Heinrich Eggebrechts bekanntem Aufsatz aus dem Jahr 1973 und auf Grundlage der Frage nach heutigen Ansätzen zur Erforschung der dort angesprochenen Probleme werden zentrale Arten der Funktionalisierung von Musik und Klängen behandelt (etwa Filmmusik, Musikzitat im Film, Musik in Werbung und Computerspiel, Musik als Instrument politischer Propaganda, Hintergrundmusik, Muzak, Sounddesign als Bestandteil von Warenkommunikation und Popmusik, klangökologische Gestaltung von Lebensräumen). Die Studierenden sollen Einblicke in unterschiedliche Arbeitsfelder musikwissenschaftlicher Forschung (etwa Musikpsychologie, Musiksoziologie, Sound Studies) erhalten und ein kritisches Bewusstsein für die alltägliche Verwendung von Musik und Klang entwickeln.

  • Experimentelle Musiktheaterkonzeptionen nach 1950 (Seminar): Im Zentrum des Seminars steht der Versuch, Theaterkonzeptionen wie z.B. John Cages »Musicircus«, Mauricio Kagels »Instrumentales Theater« und Hans-Joachim Hespos' Theatralisierung der Instrumentalmusik, Karlheinz Stockhausens »Originale«, Dieter Schnebels vokaltheatralische Kompositionen, Luigi Nonos Hörtragödie »Prometeo«, Adriana Hölszkys, Helmut Lachenmanns und Salvatore Sciarrinos »Theater mit Bildern« zu systematisieren und aus der Perspektive einer »Ästhetik des Performativen« (Erika Fischer-Lichte) zu beleuchten. Die Studierenden sollen einen Einblick in unterschiedliche ästhetische und dramaturgische Konzeptionen des Musiktheaters nach 1945 gewinnen, wobei vor allem solche Arten im Mittepunkt stehen, die sich dezidiert von traditionellen Theaterkonzeptionen absetzen. Damit soll vor allem das Bewusstsein für die Möglichkeiten von Bewertungsmaßstäben geschärft werden.

Sommersemester 2009:

  • Stationen der Musikgeschichte nach 1945 (Hauptvorlesung): Im Zentrum der Vorlesung stehen einzelne thematische Blöcke, in denen es - exemplifiziert an jeweils unterschiedlichen Werken - um verschiedene Aspekte von Ästhetik, kompositorischer Gestaltung, Gattungsgeschichte oder kulturgeschichtlichen Kontexten geht. Dadurch soll gezeigt werden, wie bestimmte Themenstellungen unter jeweils anderen Vorzeichen aufgegriffen und unter verschiedenen kompositorischen Voraussetzungen behandelt werden können. Auf diese Weise wird - weit entfernt von jeglichem Anspruch auf Vollständigkeit - die Voraussetzung geschaffen, ganz unterschiedliche Zugangsweisen und Konzepte zu berücksichtigen, die in der Musik seit 1945 eine wichtige Rolle gespielt haben.

  • Praxisseminar Wittener Tage für neue Kammermusik 2009 (Seminar): Wie die Veranstaltungen vom Sommersemester 2005, 2007 und 2008 soll das Seminar Einblicke in eines der wichtigsten bundesdeutschen Festivals für zeitgenössische Musik, die Wittener Tage für neue Kammermusik, geben. Dabei geht es einmal um die Analyse von Pressekritiken, anhand derer Bewertungskriterien für die aktuelle Musikproduktion untersucht werden sollen; darüber hinaus stehen vor allem die praktische Übung im Verfassen eigener, gemeinsam im Plenum zu diskutierender Kritiken sowie - im Vorfeld des Festivals - die eigenständige Recherche und Vorbereitung im Mittelpunkt. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden zur Dokumentation ins Internet gestellt. Der Besuch des Festivals vom 24. bis 26. April 2009 ist Bestandteil des Seminars und Voraussetzung zur Teilnahme, ebenso der Besuch ergänzender Veranstaltungen mit einigen Komponisten (ab 24. April). Leistungsnachweise können durch Kritiken zu einzelnen Veranstaltungen (klein) sowie durch Kritiken zum gesamten Festival  (groß) erbracht werden.

Wintersemester 2008/09:

  • Das Hörspiel: Kunstform zwischen Literatur und akustischer Kunst (Seminar): Das Seminar befasst sich mit der Geschichte des Hörspiels und fragt nach ästhetischen Kriterien für die unterschiedenen Arten dieser Kunstform. Im Mittelpunkt steht dabei ein Vergleich von literarisch geprägten Arbeiten mit Werken, die primär auf den Apekt des Klangs fokussieren.

  • Joseph Haydns Streichquartette im Kontext ihrer Zeit (Seminar): Das Seminar befasst sich mit der Gattung Streichquartett im Schaffen von Joseph Haydn und zeigt, wie sich deren Entwicklung und Veränderung in Wechselwirkung mit zeitgenössischen musikalischen Einflüssen vollzieht.

Sommersemester 2008:

  • Körper Medien Musik - Körperdiskurse in der Musik nach 1950 (Seminar): Seit den 1950er-Jahren ist in intermedialen Kunstformen wie Happening und Performance, aber auch in der komponierten Musik ein verstärktes Interesse am menschlichen Körper zu beobachten. Das Seminar fragt nach den ästhetischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen entsprechender Kunstformen sowie nach dem zugrunde liegenden Körperverständnis. Thematisiert werden dabei u.a. Arbeiten und Performances von Alvin Lucier, Nam June Paik, Vinko Globokar (»Corporel«), Heinz Holliger (»Cardiophonie«), Helmut Oehring (»Dokumentaroper«).

  • Praxisseminar Wittener Tage für neue Kammermusik 2008 (Seminar): Wie die Veranstaltungen vom Sommersemester 2005 und 2007 soll das Seminar Einblicke in eines der wichtigsten bundesdeutschen Festivals für zeitgenössische Musik, die Wittener Tage für neue Kammermusik, geben. Dabei geht es einmal um die Analyse von Pressekritiken, anhand derer Bewertungskriterien für die aktuelle Musikproduktion untersucht werden sollen; darüber hinaus stehen vor allem die praktische Übung im Verfassen eigener, gemeinsam im Plenum zu diskutierender Kritiken sowie - im Vorfeld des Festivals - die eigenständige Recherche und Vorbereitung im Mittelpunkt. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden zur Dokumentation ins Internet gestellt. Der Besuch des Festivals vom 25. bis 27. April 2008 ist Bestandteil des Seminars und Voraussetzung zur Teilnahme, ebenso der Besuch ergänzender Veranstaltungen mit einigen Komponisten (ab 24. April). Leistungsnachweise können durch Kritiken zu einzelnen Veranstaltungen (klein) sowie durch Kritiken zum gesamten Festival (groß) erbracht werden.

Wintersemester 2007/08:

  • Instrumentales Theater und mediale Reflexion: Aspekte des Schaffens von Mauricio Kagel (Seminar): Das Seminar befasst sich mit ausgewählten Kompositionen Mauricio Kagels, die im Hinblick auf ihre Medien und Gattungen übergreifende Gestaltung diskutiert werden sollen. Untersucht wird dabei u.a., auf welche Weise die Wiedergabe von Notentexten grundsätzlich mit szenischen Vorstellunge (im Sinne des Körperausdrucks als Primärmedium) verknüpft ist und welche Aussageebene die Musik bei Verwendung tertiärer Medien (insbesondere Film) hinzu gewinnt.

  • Zeitgenössische Musik zwischen Globalisierung und Tradition (Seminar): Im Mittelpunkt des Seminars steht die Frage nach den interkulturellen Einflüssen verschiedener Musikkulturen untereinander Dabei wird vor allem untersucht, auf welch unterschiedliche Weise zeitgenössische Komponisten wie Isang Yun, Steve Reich, Toshio Hosokawa, Kevin Volans oder Tan Dun in den vergangenen Jahrzehnten versucht haben, das Komponieren westlicher Provenienz mit außereuropäischen musikalischen Traditionen zu vermitteln.

Sommersemester 2007:

  • Die Geschichte des Instrumentalrezitativs vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart: historische Entwicklung und systematische Aspekte (Seminar): Auf der Grundlage aktueller Forschungen beschäftigt sich das Seminar mit dem bislang wenig erforschten instrumentalen Rezitativ. Die Veranstaltung soll einen Überblick über die historische Entwicklung der dem vokalen Rezitativ angenäherten instrumentalen Ausdrucksformen sowie über deren unterschiedliche Funktionen erarbeiten.

  • Geschichte des Orchesters und der Instrumentation von Haydn bis Mahler (Seminar): Anhand verschiedener historischer Wegmarken soll ein Überblick über die Veränderungen des Orchesters über den Zeitraum von rund 150 Jahren erfolgen. Dabei kommt es darauf an, die Wechselwirkungen zwischen jeweiliger Orchesterzusammensetzung - dies beinhaltet in gleichem Maße die Instrumente wie die Sitzordnung - und dem sinfonischen Komponieren aufzuzeigen. Der Vergleich von Einspielungen mit historischen und herkömmlichem Instrumentarium wird hierbei ebenso berücksichtigt wie die Entwicklungsgeschichte einzelner Instrumentenfamilien (etwa der Ventilinstrumente) und ihre Auswirkung auf die Orchesterkultur.

  • Praxisseminar Wittener Tage für neue Kammermusik 2007 (Seminar): Wie die Veranstaltung vom Sommersemester 2005 soll das Seminar Einblicke in eines der wichtigsten bundesdeutschen Festivals für zeitgenössische Musik, die Wittener Tage für neue Kammermusik, geben. Dabei geht es einmal um die Analyse von Pressekritiken, anhand derer Bewertungskriterien für die aktuelle Musikproduktion untersucht werden sollen; darüber hinaus stehen vor allem die praktische Übung im Verfassen eigener, gemeinsam im Plenum zu diskutierender Kritiken sowie - im Vorfeld des Festivals - die eigenständige Recherche und Vorbereitung im Mittelpunkt. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden zur Dokumentation ins Internet gestellt. Der Besuch des Festivals vom 20. bis 22. April 2007 ist Bestandteil des Seminars und Voraussetzung zur Teilnahme; der Besuch eines ergänzenden Seminartags mit einigen Komponisten am 23. April 2007 in Witten wird zur Vertiefung gleichfalls empfohlen. Leistungsnachweise können durch Kritiken zu einzelnen Veranstaltungen (klein) sowie durch Kritiken zum gesamten Festival (groß) erbracht werden.

Wintersemester 2006/06:

  • Zwischen Aufbruch und Traditionsbezug: Das Streichquartett nach 1950 (Seminar): Das Seminar widmet sich anhand ausgewählter Beispiele der Frage, wie sich Komponisten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit den Vorgaben einer reichhaltigen Tradition auseinandersetzen. Zur Sprache kommen dabei u.a. Werke von Helmut Lachenmann, Luigi Nono, Morton Feldman, Alfred Schnittke, John Cage und Steve Reich.

  • Die Duosonate von 1750 bis Beethoven: Entstehungsbedingungen und Aufführungspraxis (Seminar): In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelt sich mit der Duosonate eine Gattung der Kammermusik, die dann im 19. Jahrhundert zentrale Bedeutung erlangt. Das Seminar beschäftigt sich am Beispiel entsprechender Werke Joseph Schusters, Wolfgang Amadeus Mozarts und Ludwig van Beethovens mit Geschichte und Aufführungspraxis dieser Gattung und grenzt sie gegenüber der Solosonate mit Basso continuo und der Triosonate ab.

Sommersemester 2006:

  • Intermedialität in der Musik nach 1960 (Hauptvorlesung): Im Mittelpunkt der Vorlesung steht die Beschäftigung mit Kunstwerken, die sich durch die gezielte Integration technischer Medien in eine intermediale Konzeption auszeichnen. Die Diskussion der jweiligen Werke soll auf der Grundlage medientheoretischer und ästhetischer Diskurse erfolgen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede besser herausarbeiten zu können. Neben ausgewählten Arbeiten aus den Bereichen Performance, Klanginstallation und Netzmusik werden auch Beispiele aus Hörspiel, Film und Musiktheater thematisiert.

Wintersemester 2005/06:

  • Der Komponist Günter Steinke (Seminar): Gegenstand des Seminars ist die Auseinandersetzung mit dem Komponisten Günter Steinke, der seit 2004 Inhaber der Kompositionsprofessur an der Folkwang Hochschule ist. Die Beschäftigung mit seinem Schaffen soll zunächst das gesamte Spektrum von Recherchemöglichkeiten (Pressekritiken zu Aufführungen, Internetrecherche, Verlagsarchiv, aber auch die Kompositionen selbst) einbeziehen. Dadurch soll ein Bild von Steinkes Arbeit entworfen und ein Fragenkatalog erarbeitet werden, der wiederum Grundlage für ein umfangreiches Gespräch mit dem Komponisten bilden wird. Die Studierenden sollen hierbei lernen, wie man ein Interview vorbereitet, welche Voraussetzungen man dazu mitbringen muss (vor allem Werkkenntnis), wie man Fragen sinnvoll stellt und die Ergebnisse schließlich auch in schriftlicher Form fixiert. Eine Transkription und die redaktionelle Bearbeitung des aufgezeichneten Gesprächs runden die Veranstaltung ab; eine Publikation der Seminarergebnisse ist geplant.

Sommersemester 2005:

  • Musik im Ruhrgebiet II: Praxisseminar Wittener Tage für neue Kammermusik (Seminar): Die Veranstaltung in Form eines Blockseminars soll Einblicke in eines der wichtigsten bundesdeutschen Festivals für zeigenössische Musik, die Wittener Tage für neue Kammermusik, geben. Dabei geht es einmal um die Analyse von Pressekritiken, anhand derer Bewertungskriterien für die aktuelle Musikproduktion untersucht werden sollen; darüber hinaus steht vor allem die praktische Übung im Verfassen eigener, gemeinsam im Plenum zu diskutierender Kritiken im Mittelpunkt. Der Besuch des Festivals vom 22. bis 24. April 2005 ist Bestandteil des Seminars und Voraussetzung zur Teilnahme.

Wintersemester 2004/05:

  • Musik- und Aufführungslehren des 17. und 18. Jahrhunderts I: Quellen zur Aufführungspraxis und ihre Deutung (Seminar): Die Lektüre von Quellen zur Aufführungspraxis erweist sich heute für die Interpretation alter Musik als unumgänglich. Das Seminar beleuchtet anhand von Textvergleichen verschiedene musikalische Problemstellungen und zeigt, wie entsprechende Informationen in der Praxis umgesetzt oder zur Gewinnung von Beurteilungskriterien für historisierende Einspielungen verwendet werden können. Im Mittelpunkt stehen allgemeine Grundlagen zur Beschäftigung mit historisch-orientierter Aufführungspraxis ebenso wie der Umgang mit Textquellen und Urtextausgaben, die Anwendung der Erkenntnisse in der Praxis sowie die Frage nach der Suche von Informationen zu bestimmten musikalischen Problemstellungen. Im Sommersemester 2005 wird die Lehrveranstaltung mit einer anderen Themenstellung von Prof. Dr. Christian Ahrens fortgesetzt: Musik- und Aufführungslehren des 17. und 18. Jahrhunderts II: Quellen und ihre Erschließung.

Sommersemester 2004:

  • Aspekte der Popmusik (Seminar): Im Mittelpunkt des Seminars steht der Versuch, ausgewählte Beispiele aus dem Bereich der Pop- und Rockmusik der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre in ihrem jeweiligen historischen und sozialen Kontext zu betrachten. Dazu werden vor allem verschiedene theoretische Ansätze zu einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der entsprechenden Musik diskutiert. Englische Sprachkenntnisse sind zur Teilnahme unbedingt erforderlich

Wintersemester 2003/04:

  • Die Instrumentalmusik Carl Philipp Emanuel Bachs in ihrem historischen Kontext (Seminar): Das Seminar beschäftigt sich mit der Instrumentalmusik Carl Philipp Emanuel Bachs und untersucht die historischen Bedingungen sowie die ästhetischen Grundlagen ihrer Entstehung.

Sommersemester 2003:

  • »Vorüber, ach vorüber, du wilder Knochenmann«: Tod und Todeserfahrung in der Musik (Seminar): Im Mittelpunkt des Seminars steht die Planung einer hypothetischen Konzertreihe zum Thema »Tod und Musik«, in deren Mittelpunkt die Diskussion unterschiedlichster musikalische Interpretationen von Tod und Todeserfahrung stehen soll. Die Wandlung der zugrunde liegenden Vorstellungen wird nicht nur durch Gegenüberstellung von Musik aus verschiedenen Zeiten, sondern auch durch Beiträge aus Literatur und Philosophie beleuchtet. Die genauen thematischen Schwerpunkte der Veranstaltung werden in der ersten Sitzung gemeinsam erarbeitet und sollen dann in Gruppenarbeit eigenständig weiterverfolgt sowie kontinuierlich im Plenum präsentiert und diskutiert werden.

Wintersemester 2002/03:

  • Vom Sprechen der Instrumente: Zur Geschichte des instrumentalen Rezitativs (Seminar): Seminar beschäftigt sich mit dem bislang kaum erforschten instrumentalen Rezitativ und soll einen Überblick über die historische Entwicklung der dem vokalen Rezitativ angenäherten instrumentalen Ausdrucksformen sowie über deren unterschiedliche Funktionen erarbeiten.

Sommersemester 2002:

  • Geschichte des Streichquintetts (Seminar): Während sich die Gattung des Streichquartetts seit ihrem Hervortreten im 18. Jahrhundert einer nahezu gleichbleibenden Beliebtheit erfreut, ist das historisch eng damit verwandte Streichquintett bis auf wenige prominente Ausnahmen eher im Hintergrund geblieben. Das Seminar untersucht anhand ausgewählter Beispiele die Entstehungsgeschichte, Entwicklung und verschiedenartigen Ausprägungen der Gattung Streichquintett von den Anfängen bis zur Gegenwart.

Wintersemester 2001/02:

  • Vom Madrigal zum Konzert. Venezianische Musik an der Schwelle zum Barock (Seminar): Die Veranstaltung knüpft an die Thematik des Seminars »Das Madrigal« (Sommersemester 2001, Prof. Dr. Horst Weber) an, setzt aber nicht unbedingt die Teilnahme an diesem voraus. Im Zentrum steht die venezianische Musik von Gabrieli und Monteverdi bis Vivaldi, wobei unter anderem den Ausprägungen des Geistlichen Konzerts und der Entwicklung des Instrumentalkonzerts im Zusammenhang mit der besonderern kulturellen Situation der Lagunenstadt besondere Aufmerksamkeit gelten soll.

Sommersemester 2001:

  • Die Bearbeitung als Medium kompositorischer Auseinandersetzung (Seminar): Bearbeitungen musikalischer Werke lassen sich häufig als tiefgreifende Auseinandersetzung mit den Bedingungen fremden (und eigenen) Komponierens auffassen. Das Seminar befragt an Beispielen von der Renaissance bis zur unmittelbaren Gegenwart Gründe und Strategien dieser Auseinandersetzung

Wintersemester 2000/01:

  • Der historische Ausdrucksgehalt des Tango und seine Widerspiegelung in der Kunstmusik (Seminar): Das Seminar spürt der Entstehungsgeschichte des Tango argentino und seiner verschiedenen Spielarten sowie des damit verbundenen Ausdrucksgehalts nach. Anschließend wird untersucht, wie dieser Ausdrucksgehalt in der Kunstmusik des 20. Jahrhunderts eingesetzt und funktionalisiert wird.

Sommersemester 2000:

  • Das klassische Musikzitat in Werbung und Film (Seminar): Die Verwendung sogenannter "klassischer" Musik in Kontexten jenseits des Konzertsaals hat eine Funktionalisierung ihres ursprünglichen Gehalts zur Folge. Das Seminar untersucht unter anderem Intentionen und Wirkung solcher Strategien in Werbung und Film.

Wintersemester 1999/2000:

  • Quellen zur Aufführungspraxis im 18. Jahrhundert (Seminar): Das Studium von Quellen zur musikalischen Aufführungspraxis ist unerläßliche Voraussetzung für eine adäquate Interpretation von Musikwerken. Das Seminar will zeigen, wie man die Informationen aus den Lehrwerken von Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Joachim Quantz, Leopold Mozart, Daniel Gottlob Türk und anderen Quellen musikalisch umsetzen kann. Dabei soll auch ein kritisches Licht auf die Edition von Urtexten geworfen sowie eine Bewertung von Interpretationen auf Tonträgern vorgenommen werden.

Sommersemester 1999:

  • Benjamin Brittens »Peter Grimes« (Seminar): Das Seminar untersucht die Entstehung, die kompositorische Struktur und den szenisch-dramatischen Aufbau von Benjamin Brittens Oper »Peter Grimes«.

Wintersemester 1998/99:

  • Die Sinfonien Joseph Haydns (Seminar): Über einen Zeitraum von beinahe sechs Jahrzehnten entstanden, nimmt die Gattung der Sinfonien in Joseph Haydns Schaffen einen sehr breiten Raum ein. Die Betrachtung der Werke in ihrem historischen Kontext und ihre jeweilige Abgrenzung zu zeitgleichen Kompositionen von Carl Philipp Emanuel Bach, Carl Stamitz und Wolfgang Amadeus Mozart zeigt, in welch starkem Maße Haydn an der Entwicklung der sinfonischen Gattung beteiligt war.






lehrveranstaltungen an der hochschule für musik und theater rostock



  • Funktionalisierung von Musik und Klang (Blockseminar, Sommersemester 2010)

  • Geschichte, Funktion und Wirkung von Musik und Sound im Film (Blockseminar, Sommersemester 2011)






lehrveranstaltungen an der philipps-universität marburg



  • Funktionalisierung von Musik und Klang (Seminar, Sommersemester 2011)

  • Körper Medien Musik: Körperdiskurse in der Musik nach 1950 (Seminar, Sommersemester 2011)

  • Musik im 20. und 21. Jahrhundert (Vorlesung, Sommersemester 2011)






lehrveranstaltungen an der westfälischen wilhelms-universität münster



Sommersemester 2010:

  • Stationen der Musikgeschichte im 20. und 21. Jahrhundert (Vorlesung)

  • Editionstechnik: Die Klavierschulen von Georg Simon Löhlein (MA-Seminar)

  • Institutionen des Musiklebens im 19. Jahrhundert: Quellen zur Geschichte des Essener Stadttheaters und des Städtischen Orchesters aus dem Stadtarchiv Essen (MA-Seminar)

  • Examenskolloquium (für Studierende des BA-Studiengangs)

Wintersemester 2009/10:

  • Geschichte des Instrumentalkonzerts von 1650 bis zur Gegenwart (BA-Seminar)

  • Skizze, Quelle Urtext: Probleme musikwissenschaftlichen Editierens (BA-Seminar)

  • Einführung in die Forschungsprobleme von Musiksoziologie und Musikpsychologie (BA-Seminar)

  • Examenskolloquium (für Studierende des BA-Studiengangs)

Sommersemester 2009:

  • Stationen der Musikgeschichte nach 1945 (Vorlesung)

  • Aufführungspraxis in Geschichte und Gegenwart: Quellen und Interpretationsvergleiche (BA-Seminar)

  • Funktionalisierung von Musik im 20. und 21. Jahrhundert (BA-Seminar)

  • Examenskolloquium (für Studierende des BA-Studiengangs)






gastvorlesungen und -seminare an anderen instituten



  • Musik im 20. und 21. Jahrhundert, Vorlesung am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien (April und Mai 2011)

  • Höre Israel – »Sch’ma Jissra’el«, zweitägiges Seminar an der Katholischen Akademie Schwerte zur geistlichen Musik nach 1945 anlässlich der Uraufführung von Stefan Heuckes III. Symphonie »Sch’ma Jissra’el« (2. und 3. Oktober 2009)

  • Olga Neuwirth, zweitägiges Blockseminar am Konservatorium Wien Privatuniversität zu den kompositorischen und ästhetischen Voraussetzungen von Olga Neuwirths Musik im Zusammenhang mit dem Bereich »angewandte Musiktheorie« der Studierenden im Masterstudiengang »Instrumentale Ausbildung« (26. und 27. November 2007)

  • Strukturelle Äquivalenzen und Grenzerfahrungen: Olga Neuwirths Ensemblestück »Hooloomooloo« (1996/97) und seine Beziehung zum gleichnamigen Triptychon von Frank Stella (1994), Gastvorlesung im Rahmen der Ringvorlesung »Musik und Malerei« (Sommersemester 2005) an der Musikhochschule Münster (Mai 2005)

  • Musik zwischen Naturwissenschaft und Spekulation. Zum Verhältnis zwischen Musik und Zahl im 17. Jahrhundert, Gastvorlesung im Rahmen der Ringvorlesung »Musik und Zahl« (Sommersemester 2004) an der Musikhochschule Münster (Juni 2004)

  • Luigi Nono’s »A Carlo Scarpa, architetto, ai suoi infiniti possibli« per orchestra a microintervalli (1984) – a Case Study on the Relationship between Music and Architecture, Gastvorlesung im Rahmen des Seminars «Muziek en Archi­tectuur» (Akademiejahr 2001/02) am Orpheus Instituut Gent (März 2002)