von Stefan Drees [1]
Die Klangwelten von Olga Neuwirths Kompositionen gleichen verschlungenen Labyrinthen und erschließen sich nicht beim ersten Hören. Die Suche nach Orientierungspunkten läuft ins Leere: Tonhöhen, instrumentale Klangfarben, Formverläufe - mithin all jene Kennzeichen, die dem Ohr einen gewissen Halt verleihen könnten -, werden von der Musik absorbiert oder weggewischt. Hinter der verwirrenden Fülle von Klangmustern verbirgt sich eine systematische Dekonstruktion akustischer Alltagserfahrungen: Hier wird manch durchaus Alltägliches und Bekanntes stark verfremdet und in neue Kontexte gestellt. In gleichem Maße, wie die Erkennbarkeit von Klängen abnimmt, werden sie und ihre Klangqualitätcn durchlässig für mögliche Assoziationen des Hörers. Daß die Komponistin häufig zu extremen Mitteln greift, um diese Wirkung zu erreichen, macht ihre Musik so interessant und spannend.
Olga
Neuwirth setzt ihre ganze schöpferische Fantasie ein, um der
Sprachlosigkeit über die Irrationalität des
menschlichen Daseins
zu entkommen und dieses Irrationale gleichsam musikalisch
enthüllen.
Ihre Werke haben daher viele Berührungspunkte, in denen sich
auch die
vielfältigen Interessen der Komponistin spiegeln. Ein Beispiel
hierfür
bieten formale Struktur und musikalische Sprache ihrer Kompositionen,
die
mit abrupten Schnitten, Überlagerungen, rasch
aufeinanderfolgenden
Kontrasten und Montagen heterogener Materialien einen starken
Einfluß
filmischer Elemente verraten.
Darüber hinaus sieht Olga Neuwirth in der Anwendbarkeit aller Möglichkeiten der Technik eine große Herausforderung für ihre Arbeit. Hierbei fällt insbesondere dem Medium der Live-Elektronik eine zentrale Rolle zu: Im ständigen Spiel zwischen den Klängen der Instrumente und den künstlich generierten Klängen live-elektronischer Verfremdung entsteht ein Spannungsverhältnis, das in der Musik gekonnt als Ausdrucksmittel eingesetzt wird.
Die Enthüllung des Irrationalen - dieses Ziel bedarf eines kraftvollen Zupackens, aber auch der Wut und des Ungehorsams gegen gängige Konventionen. In ihrem Beziehungsreichtum, ihrem mitunter schonungslosen Duktus und ihrer aggressiven Materialvereinnahmung fordern Olga Neuwirths Kompositionen eine Umwertung alltäglicher, scheinbar nicht weiter hinterfragbarer Werte. Gerade hierin liegt die Ursache für die zahlreichen grotesken Elemente und den grimmigen Humor, der immer wieder aus dem Komponierten hervorbricht. Beides sind gleichsam Formen des Überlebens und des Protests gegen den alltäglichen Wahnsinn und damit ein Mittel, sich der Emotionslosigkeit und Kornmunikationsunfähigkeit des modernen Lebens zu stellen. Olga Neuwirths Arbeiten wollen daher als permanente Stellungnahmen gegen die Absurditäten des Alltags verstanden werden; mit ihrer Vielfalt an Klängen vermitteln sie ein Feld von Assoziationen, das im Hörer das Bedürfnis nach aufmerksamem Beobachten und Betrachten seiner alltäglichen Umgebung intensivieren kann. Dies setzt allerdings die Bereitschaft zum reflektierenden Zuhören voraus.
von Stefan Drees [2]
Unzweideutigkeiten sind nicht ihre Sache - nein: in den Werken der Österreicherin Olga Neuwirth brodelt es unaufhörlich. Hier taumeln die Klänge von einer Episode zur nächsten, sammeln sich gleichsam in verschiedenen Aggregatzuständen, um bald wieder daraus hervor zu brechen; viele winzige Ereignisse summieren sich zu bewegten Klangkomplexen und nervös flimmernden Stimmengeweben, deren Fülle und Dichte ständig schwankt. Dabei sperren sich die formalen Strukturen der Musik den Konventionen narrativen Fortschreitens: an die Stelle einer zielgerichteten Kontinuität tritt die unüberschaubare Folge wuchernder Klangsituationen, ständiger Abbrüche und abrupter Einschnitte sowie kontrastreicher Verwerfungen und Richtungswechsel, hinter denen sich immer auch differenzierte Veränderungen klanglicher Perspektiven abzeichnen.
Die irritierende Wirkung von Olga Neuwirths Arbeiten beruht auf Verschiebungen und Deformationen. So macht sich die Komponistin Abweichungen von einer als tradiert angesehenen Norm zu Nutze und entwickelt daraus die Bestandteile einer sehr persönlichen musikalischen Sprache. Dies beginnt mit der Benutzung verformter Klangräume und der gezielten Veränderung instrumentaler Klangfarben und endet dort, wo elektronische oder visuelle Elemente als gleichwertige Gestaltungsmittel zu den musikalischen Parametern hinzutreten. Olga Neuwirths Kunst ist somit hochgradig artifiziell und räumt dem Hybriden viel Raum ein: Dies liegt nicht nur an der Art, wie sie die bekannten Klangerzeuger von Erinnerungen an den schönen - oder auch an den falsch verstandenen, von der Musikindustrie vermarkteten - Klang entkleidet, ihn durch vielfältige Präparationen und Spieltechniken durchsichtig macht, um die darunter liegenden Ebenen zu zeigen; es liegt auch an der Selbstverständlichkeit, mit der sie die unterschiedlichsten - und häufig heterogensten - Materialien in ihre Musik einbezieht und sie als Bausteine für differenziert ausgearbeitete Klangsituationen benutzt.
Die Virtuosität, mit der Olga Neuwirth solche Verfahren handhabt, geht mit dem Vergnügen einher, die Wahrnehmungsgewohnheiten des Hörers durcheinander zu wirbeln und ihn immer wieder mit Ungewohntem zu konfrontieren. In diesem Sinne wird der Hörer aus seinem Schneckenhaus herausgelockt und zum aktiven Mitvollzug des Klingenden aufgefordert. Seien es die ständigen Stimmungswechsel der Musik, die in «locus ... doublure ... solus» den Solisten und seinen Klangschatten über die verschiedenen Stationen des Stückes hinweg begleiten, seien es die überbordenden Wirbel aus Musik und Sprache, die in «ecstaloop” das Klangbild regieren oder seien es die abrupten architektonischen Brüche und Risse, die in «torsion : transparent variation» das Gewohnte in Frage stellen: immer wieder führen solche Verfahren zu Situationen, in denen die Musik in eine unerwartete Richtung unschlägt und sich den Hörerwartungen entzieht. Die Ambivalenz all dieser Sprachgesten deutet an, dass sich unter der Oberfläche von Olga Neuwirths Musik letztlich tiefe Abgründe befinden: das Katastrophische, das Umkippen in ungewohnte Regionen mit all seinen Konsequenzen ist daher eine Grundgestimmtheit ihres Schaffens, die sich wie ein roter Faden durch ihre Werke windet.
zusammengestellt
von Stefan Drees [3]
Die neugierigen alten Frauen für Sopran und präpariertes Klavier (1989). Text: Daniil
Charms. – UA Graz 1989; 5'
Fünf Stück Filmmusik für einen
Kurzfilm der Brothers Quay für
Cembalo, Gitarre und Kindergitarre (1989). – UA London 1990; 7'
Cigarren (elementar) für Sopran und Streichtrio (1989/90). Text: Kurt Schwitters. – UA Wien 1990; 4'
Der Wald – ein tönendes Fastfoodgericht. Mini-Oper für fünf Sänger [hoher S., Bar., T. / Spr., 2 B. / Spr.], gemischten Sprechchor und Orchester (1989/90). Libretto: Elfriede Jelinek (»Der Wald«). – UA Wien 1991 (zusammen mit Körperliche Veränderungen, 1990/91 und Zwischenmusik, 1991); 11'
Die Schamlosen oder Ein Spektakel in einem Akt. Kurzoper für vier Sänger [Koloratur-S., S., Charakter-Bar.] und zwei Schlagwerker (1990). Text: Daniil Charms, Sylvia Plath und Unica Zürn. – UA Wien 1992; 10'Körperliche Veränderungen. Musiktheater für acht Sänger [hoher S., S., Mezzo-S., hoher Buffo-T., Charakter-Bar., Buffo-B., T. / Spr., B. / Spr.], Orchester und Live-Elektronik nach dem Hörspiel »Für den Funk dramatisierte Ballade von drei wichtigen Männern sowie dem Personenkreis um sie herum« von Elfriede Jelinek (1990/91). – UA Wien 1991 (zusammen mit Der Wald, 1989/90 und Zwischenmusik, 1991); 28'
Zwischenmusik (1991) für Orchester zu Der Wald – ein tönendes Fastfoodgericht (1989/90) und Körperliche Veränderungen (1990/91). – UA Wien 1991;
variabel
Cthulhu-Ludium. Vor der Dunkelheit für Orchester (1991/92). – UA Graz 1992; 11'
!?dialogues suffisants!? – Hommage à Hitchcock (Portrait einer Komposition als junger Affe I) für Violoncello, Schlagwerk, Tonband und neun Videomonitore (1991/92). – Ric. – UA Wien 1992; 12' – Aufführung auch ohne Videomonitore möglich.
Quingelquingelquis Weg durchs Orchester für Jugendorchester (1992). – UA Salzburg 1992; 10'
Canon of Funny Phases für 16 Videomonitore (mit Trickfilmen von Flora und Olga Neuwirth nach einer Short-Story von Leonora Carrington) und sechs live im Raum verteilte Musiker (1992). – UA Wien 1992; 13'
Let's play, play, play... für Musikschüler (im Raum verteilt: 2 Klar., 2 Trp.
sowie Schlagzeug mit Donnerblechen und Flexatonen) (1992). – UA
Deutschlandsberg 1992; 8'
Schlagschatten für Fagott, computergeneriertes Tonband und Effekt-Prozessor (1992). – UA Szombathely 1992; 3'
Worddust of Minraud für vier mal vier im Raum verteilte Gesangsgruppen.
Text: William S. Burroughs (aus »Nova Express«). – UA Dartington
1992, 7'
Aufenthalt. Oratorium für zwei Sprecher, zwei Sänger [S., T.], kleines Ensemble
[Klar. / Bassklar., Altsax. / Baritonsax. Tenorpos. / Basspos., Cel. / Pno.,
Schlz., 2 Vc.], Tonband (nur bei Aufführungen ohne Video) und Video (ad lib.) (1992/93).
Text: Elfriede Jelinek (aus »Raststätte oder Sie machen's alle«). – Ricordi
– UA Stuttgart 1995 (konzertant); UA Berlin 1997 (szenisch); 19'
Punch & Judy. Hörstück für Sopran und kleines
Ensemble [Klar., Pos., Schlz., Va.] mit Zusatzinstrumenten. Text: H. C.
Artmann.– UA ORF 1994; 35'
Jardin désert (Portrait einer Komposition als
junger Affe II) für Flšte,
Klarinette, Saxophon, Posaune, Zuspielband, zwei Effekt-Prozessoren und Video (1993/94).
– Ricordi – UA Wien 1994; 9' –
Spleen für Bassklarinette solo (1994). – Ricordi – UA Schwaz 1994; 7'
Sans Soleil. Zerrspiegel für zwei Ondes Martenot, Orchester und
Live-Elektronik (1994). – Ricordi – UA Graz 1994; 18'
Vampyrotheone für drei Ensembleformationen mit drei Solisten [Bassklar., E-Git.,
Baritonsax.] (1994/95). – Ricordi – UA Donaueschingen 1995; 14'
La vie... ulcérant(e) für zwei Countertenöre, Viola d'amore, Violoncello,
Kontrabass, E-Gitarre und Bassklarinette (1995). Text: George Perec (aus »La vie, mode
d'emploi«). – Ricordi – UA Royaumont 1995; 11'
...?risonanze?... für Viola d'amore solo (1995/96). – UA
Brüssel 1997; 8'
Quasare / Pulsare für Violine und Klavier (1996). – Ric. – UA
Wien 1996; 12'
Pallas / Construction für drei im Raum verteilte Schlagwerker und
Live-Elektronik (1996). – Ric. – UA Wien 1996; 25'
Metal / Pallas für vierkanaliges Tonband (1996). – UA Berlin 1996; 13'
Hooloomooloo für drei Ensemblegruppen und Zuspiel-CD (1996/97). – Ric. – UA Berlin
1997; 15'
Elfi und Andi für Sprecher, vier Solisten [Bassklar., T.Sax., E-Git., Kb.] und
Zuspiel-CD (Stimme von Marianne Hoppe) nach zwei Monologen aus »Ein
Sportstück« von Elfriede Jelinek (1997). – Ric. – UA Witten 1997 (26.
April, konzertant), UA Berlin 1997 (3. Okt., szenisch); 18' –
Todesraten. Hörstück nach zwei Monologen aus »Ein Sportstück« von Elfriede
Jelinek (1997). – UA BR 1997; 58' –
Sound-Cases of Memory. Klanginstallation für die Galerie »Gelbe MusikÇ
Berlin (1997). – UA Berlin 1997; 30' (Schleife)
astonished angels. Klanginstallation für die Häuser
Kohlmarkt / Graben in Wien für Tonband (1997). – UA Wien 1998
Photophorus für zwei E-Gitarren und Orchester (1997). – Ricordi – UA München
1997; 15'
Nova Mob für sechs im Raum verteilte Sängerinnen [2 S., 2 Mezzo-S., 2 A.] und sechs
Kassettenrekorder. Text: William S. Burroughs (aus »Nova Express«). –
Ricordi – UA Wien 1997; 12'
Version für S., Mezzo-S., Counter-T., T., Bar.,
B. (2005). – Ricordi – UA Bruxelles 2005; 12'
Ondate
für Saxophonquartett (1997). – Ricordi – UA Boston 1998, 13'
Ondate II für zwei Bassklarinetten (1998). – Ricordi – UA Wellington 2001; 7'
Nova / Minraud für Solosopran und Zuspiel-CD (1997). Text: William S. Burroughs (aus »Nova Express«). – Ricordi – UA Stuttgart 1998; 10'
Bählamms Fest. Musiktheater in 13 Bildern nach Leonora
Carringtons Theaterstück »Baah-Lamb's Holiday« (1997-99). Libretto:
Elfriede Jelinek nach der deutschen Übersetzung von Heribert Becker.
Für Sänger und Schauspieler (dramatischer A.,
Charakter-Bar., leichter S., Koloratur-S., Counter-T., Ten. / Spr.,
Mezzo-S. /
Spr., Spr., 2 Knabenstimmen, 4 Schauspieler), Instrumentalensemble mit
Theremin, Sampler, Live-Elektronik und Filmzuspielungen. – Ricordi –
UA Wien 1999; ca. 90' –
Fondamenta – Hommage à Joseph Brodsky für Bassklarinette, Tenorsaxophon (oder zwei
Bassklarinetten) und Violoncello (1998). – Ricordi – UA New York 1998; 8'
Theatermusik zu »Ein Sportstück« von Elfriede Jelinek für Tonband. Regie: Peter Eschberg. – UA Frankfurt/Main 1998
Zwei Räthsel von W. A. M. [Die fünf Sinne, die Zähne] für Alt, Koloratursopran, Viola, Violoncello, sechs Zimbeln, Tonband und Live-Elektronik (1998/99). – Ricordi – UA Venedig 1999; 6' – Dritter Teil der Gemeinschaftsarbeit Die Räthsel von Mozart 1786, Opera collettiva in fünf Teilen auf Fragmente von Texten Wolfgang Amadeus Mozarts und Leopold Mozarts, Musik von Betty Olivero, Mauro Cardi, Olga Neuwirth, Matteo D'Amico und Fabio Nieder.
Hommage à Klaus Nomi. Sieben Songs für Countertenor und kleines Ensemble [Bassklar., Tr., Vc., Kb., Synthesizer, Schlz.], zusammengestellt und arrangiert von Olga Neuwirth (1998 und 2005): I. Simple Man (nach Kristian Hoffmann, 1998), ca. 3'30''; II. Remember (nach Henry Purcell 1998), ca. 5'; III. Can't Help It (nach Sammy Lerner / Friedrich Hollaender, 1998), ca. 3'; IV. The Whitch (nach Harold Arlen / Edgar »Yip« Harburg, 1998), ca. 3'30''; V. Rush In (nach Hugo E. Peretti / Luigi Creatore / George David Weiss, 2005), ca. 4'; VI. Just One Look, But... (nach Doris Payne / Gregory Carroll, 2005), ca. 4'; VII. Eclipse (nach Kristian Hoffmann, 2005); ca. 3'30''. – Ricordi – UA Salzburg 1998 (nur I.-IV.); Paris 2005 (I.-V.); Gesamtdauer: ca. 25'
...morphologische Fragmente... für Sopran, Klarinette, Violine, Violoncello,
Klavier und Schlagwerk (1999). Text: Johann Wolfgang von Goethe. – Ricordi –
UA Frankfurt/Main 1999; 12'
settori
für Streichquartett (1999). – Ricordi – UA München 1999; 5'
Musik zu dem Kurzfilm Jogging von Josef Dabernig. – UA Graz 2000; 11' (Filmlänge)
...ad auras... in memoriam H. für zwei Violinen und Holztrommel ad libitum (1999).
– Ricordi – UA München 1999; 12'
The Long Rain. Film-Musik-Projekt von Micheal Kreihsl und Olga Neuwirth für vier
Solisten [Bassfl., Bassklar. / Kb.Klar., Sax., Tb.], vier im Raum verteilte
Ensemblegruppen und Live-Elektronik nach der gleichnamigen Erzählung von Ray
Bradbury (1999/2000). – Ricordi – UA Graz 2000; 45'
incidendo / fluido für Klavier und Zuspiel-CD (2000). – Ricordi – UA
Wien 2000; 13'
anaptyxis
für großes Orchester (2000). – Ric. – UA München 2000; 14'
Theatermusik zu »Virus – das Unabomber Projekt«
von Henrik Schröder für Tonband (2000).
– UA Münster, 2000 (Voraufführung, 29. März) / Berlin 2000 (27. April)
Theatermusik zu »Ein Sommernachtstraum« von William Shakespeare für Tonband (2000). Regie: Peter Eschberg. – UA Frankfurt/Main 2000
Der Tod und das Mädchen II. Tonbandkomposition für Ballett (Poème choréographique) (2000). Text: Elfriede Jelinek (Stimmen von Anne Bennent und Hanna Schygulla). – UA Hannover 2000; ca. 60'
Abenteuer in Sachen Haut. Raum-Klang-Installation für SchauspielerInnen und Tonband (2001). Text: Dylan Thomas. Regie und Konzept: Peter Carp. – UA Luxemburg 2001; 70'Construction in Space – Hommage à Naum Gabo für vier Solisten [Bassfl., Bassklar. / Kb.Klar.,
Sax., Tb.], vier im Raum verteilte Ensemblegruppen und Live-Elektronik (2001). –
Ricordi – UA Innsbruck 2001; 40' – Neufassung von The Long Rain (2000) ohne Film.
ecstaloop
für Sopran, Sprecher, Sampler und Ensemble (2001). Text: Stephanie Fleischmann, Ivetta
Gerasimchuk, Banana Yoshimoto, Craig Raine und Kathrin Röggla. – Boosey & Hawkes
– UA Lörrach 2001; 17'
Version für Klavier und Orchester (2001). – Boosey & Hawkes – UA
Antwerpen 2002; 26'
torsion : transparent variation für Fagott solo, Ensemble [Ob., Klar., Trp.,
Ten.-Wagner-Tb., A.Pos., Schlz. Vl., Va., Vc.] und Zuspiel-CD [oder Sampler] (2001).
– Boosey & Hawkes – UA Paris 2002; 15'
Theatermusik zu »Totenauberg« von Elfriede Jelinek für Tonband (2001). Regie: Peer Boysen. – UA Freiburg 2001.
Verfremdung / Entfremdung für Flöte, Klavier und sechskanaliges Tonband (2002).
– Boosey & Hawkes – UA Luzern 2002; 12'
Theatermusik zu »Philoktet« von Heiner Müller für Tonband (2002). Regie: Florian Boesch. – UA München 2002
Lost Highway. Musiktheater nach David Lynch und Barry Gifford (2002/03). Libretto: Elfriede
Jelinek und Olga Neuwirth. Für Sänger und Schauspieler (hoher Bar.,
Schauspieler, S., SŠnger / Improvisationsmusiker, 2 Counter-T., singende
Schauspielerin, 3 singende Schauspieler, Schauspieler), sechs Solisten
(Sopransax / Tenorsax. / Baritonsax., Klar./Bassklar./Kb.Klar., Tenorpos. /
Altpos. / Basspos., E-Git. / Hawai-Git., Akkordeon, Keyboads), Ensemble,
Sampler, CD-Player / Zuspielbänder, Live-Elektronik und Video. – Boosey & Hawkes
– UA Graz 2003; ca. 100'
Torsion
für Fagott solo (2003). – Boosey & Hawkes – UA Paris 2003; 12' – Das Werk basiert auf torsion : transparent variation (2001).
Marsyas
für Klavier (2004). – Boosey & Hawkes – UA Dortmund 2004;
14'
Zefiro aleggia... nell'infinito... für Fagott, Orchester und Zuspiel-CD (2004). – Boosey & Hawkes
– UA Venedig 2004; 15'
...ce qui arrive... Musik und Konzept von Olga Neuwirth nach
Texten von Paul Auster mit Film- und Raumkonzept von Dominique
Gonzales-Foerster für zwei Ensemblegruppen, Samples und Live-Elektronik sowie
drei Songs nach Texten von Andrew Patner und Georgette Dee (2004). – Boosey & Hawkes –
UA Graz 2004; 56'
Italia Anno Zero. »Staged Concert«, Gemeinschaftsprojekt von Olga Neuwirth und Roberto
Paci Dalò für zwei Sprechstimmen, zwei Klarinetten, Theremin, Gitarre,
Elektronik, Sampler, Live-Elektronik, Video und Licht. Texte: Antonio Gramsci,
Giacomo Leopardi und Pier Paolo Pasolini (2004). – UA Wien 2004; 54' – Bei
Musik zu dem Dokumentarfilm Erik(a) von Kurt Mayer (2004). – UA Wien 2005
Theatermusik zu »Warten auf Godot« von Samuel Beckett für Tonband (2005). Multimediale Rauminstallation von Alexander Arotin. Regie: Frank Asmus und Alexander Arotin. – UA Klagenfurt 2005
...no more... für Singstimme (verstärkt), Trompete, Synthesizer, Violoncello
(verstärkt), E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug auf einen eigenen Text (2005). – UA München 2005; 4'
tintarella di luna – cold songs für Bariton und Klavier nach Texten von Michelangelo
Buonarotti, Giacomo Leopardi und Sappho (2005). – Boosey & Hawkes – UA Wien 2005
Marsyas II für Flöte, Klarinette, Viola, Violoncello und Klavier (2005). – Bossey & Hawkes
– UA Heimbach 2005
... le temps désenchanté ... ou dialogue aux enfers. Installation sonore et visuelle. Klanginstallation für die Place Igor Stravinsky in Paris (mit Bezug auf den Film »Paris qui dort« von René Clair). – UA Paris 2005
Theatermusik zu »Nora« von Elfriede Jelinek
für Tonband (2005). Regie: Samo
M. Strelec. – UA Celje 2005
...disenchanted time..., Film von Olga Neuwirth mit Musik von Olga
Neuwirth (2005). – UA New York 2005
spazio elastico für Ensemble (2005/06). – Boosey & Hawkes – UA Stuttgart 2006
miramondo multiplo für Trompete und Orchester (2006). – Boosey & Hawkes – UA Salzburg 2006
[1] Abgedruckt in: Olga Neuwirth. Werkkatalog, Ricordi: München 1998, S. 3-4. [Zurück]
[2] Abgedruckt in: Verlagsinformation Boosey & Hawkes: Berlin 2002. [Zurück]
[3] Das folgende Verzeichnis enthält alle von der Komponistin als gültig anerkannten Werke. Kompositionen ohne Verlagsangaben sind unpubliziert. []